Aspekte des Brazilian Jiu Jitsu die vor dem Training beachtet werden sollten

Brasilianisches Jiu Jitsu ist eine Kampfsportart, die ursprünglich verschiedene Elemente einiger Kampfsportarten genommen hat, und eine Mischung aus Bodenkampf und Konfrontation im Stehen darstellt. Der Körper wird dabei stark beansprucht, sowohl die Sehnen und Knorpel, als auch das Muskelgewebe. Auch der enge Körperkontakt mit dem Gegner kann für den Einsteiger befremdlich sein. Aus diesem Grund sollten Sie sich Gedanken machen, bevor Sie mit dem Brazilian Jiu Jitsu Training anfangen.

Enger Körperkontakt mit dem Gegner

Kampfsportarten sind vor allem aus dem Fernsehen bekannt – ganz vorne ist dabei Boxen. Dabei attackiert man den Gegner aus der Distanz, lange Haken und Schläge von unten sind häufige Kombinationen um den Boxkampf zu gewinnen. Beim Brazilian Jiu Jitsu setzt man hingegen auf engen Körperkontakt mit dem Gegner. Sobald einer der Kämpfer am Boden ist, findet der Kampf in der Vertikalen statt. Das inkludiert Umklammern, Würgen und Schlagen des Gegners aus unmittelbarer Nähe. Für viele Menschen ist dieser enge Kontakt im Sport eher unangenehm, viele Leute bemerken das erst bei der ersten Konfrontation im Training. Aus diesem Grund sollte man sich vor dem ersten Training überlegen, ob das ein Problem darstellt oder man damit gut umgehen kann.

Ausdauer ist gefragt

Viele Kampfsportarten sind zwar auf Ausdauer ausgelegt, trotzdem gibt es regelmäßige Pausen, in denen man Luft holen kann. Zusätzlich gibt es beispielsweise beim Boxen verschiedene Taktiken, bei denen man sich etwas Zeit zum Atmen verschaffen kann, sollte einem während dem Kampf die Luft ausgehen. Beim Brazilian Jiu Jitsu, auch BJJ genannt, ist das anders. Es lässt sich weitaus schlechter während dem Kampf Luft holen, besonders beim Bodenkontakt lässt es sich schwer kämpfen, wenn die Ausdauer untrainiert ist.

Eine gute Ausdauer ist deshalb für BJJ fundamental. Sollten Sie keinen regelmäßigen Sport machen, den Eindruck haben, dass Ihre Ausdauer bereits besser war, oder Sie sehr schnell auf einem hohen Puls sind, sollten Sie sich vielleicht auf das erste Training vorbereiten. Einige Wochen in der Natur oder im Fitnesscenter zu laufen kann eine sinnvolle Option sein. Dabei wird der Körper auf anhaltende Anstrengung konditioniert, das BJJ-Training fällt damit leichter und macht mehr Spaß. Nebenbei bemerkt kann man sich bei einer einigermaßen trainierten Ausdauer viel mehr auf die Technik konzentrieren und bliebt fokussiert, selbst wenn man gerade vom Gegner in den Clinch genommen wurde.

Schmerzen und Blut – Teil des Sports

BJJ ist ein Kampfsport wie jeder andere, aber sicherlich nicht leichter oder weniger konfrontierend als beispielsweise Boxen oder Judo. Man sollte sich also vor Augen halten, dass der Sport nicht immer angenehm sein wird. Blaue Flecken gehören genauso zum Sport dazu wie das Aufwärmen vor dem Sparring (Kampftraining). Bei Kämpfen kann es zu Blutergüssen und anderen schmerzhaften Folgen kommen. Weil der Kampfsport hart sein kann, gibt es auch einiges an Schutz. Am sinnvollsten und wichtigsten ist der Tiefenschutz, den man unter der Trainingshose tragen kann.

Brazilian Jiu Jitsu ist ein interessanter Sport mit vielen gesundheitlichen Vorteilen. Trotzdem sind Aspekte wie enger Körperkontakt, Schmerzen und ein hohes Maß an Ausdauer für viele Menschen eher unangenehm. Bevor man mit dem Training beginnt, sollte man sich einen Moment Zeit nehmen, um abzuschätzen ob der Sport geeignet ist oder nicht.

Für eine gute Selbstverteidigung: Diese Kampfsportarten sollten Sie auf jeden Fall ausprobieren

Kampfsportarten können eine gute Möglichkeit sein, sich selbst zu verteidigen. Das Selbstverteidigung besonders in urbanen Gebieten ein immer wichtigeres Thema wird, ist eine traurige Realität. Trotzdem muss Selbstverteidigung keine ernste, trockene Angelegenheit sein, sondern kann ein sehr schönes Hobby sein. In diesem Artikel stellen wir die besten Kampfsportarten vor, die Sie für eine effiziente und sinnvolle Selbstverteidigung lernen können.

Thaiboxen

Muay Thai, oder auch Thaiboxen genannt, ist ein alter, thailändischer Kampfsport und Kampfkunst, der weit über das normale Boxen hinausgeht. Dabei werden nicht nur Arme, sondern auch Beine, Knien und Ellbogen zum Einsatz gebracht. Gekämpft wird im Geiste der thailändischen Buddhisten – mit Respekt, nicht aus Feindschaft. Sollte es trotzdem zu einer gefährlichen Situation kommen, können Muay Thai-Kenntnisse ein großer Vorteil sein.

Krav Maga

Diese Kampfsportart ist besonders für ihre Entstehung und Verwendung bekannt. Der israelische Geheimdienst entwickelte die 1910 von einem jüdischen Boxer weiter, heute verwendet sie nicht nur der israelische Geheimdienst, sondern auch beispielsweise das US-Militär. Bei dem Sport wird viel Fokus auf Schlag- und Tritttechniken gesetzt, die effizientesten Elemente aus verschiedenen Kampfsportarten wurden in den Sport implementiert. Zwar wird der Sport für das Militär und professionelle Zwecke eingesetzt, trotzdem eignet er sich für die Selbstverteidigung privat sehr gut, weil er den Körper effizient nutzt und keine große Kraft für wirkungsvolle Schläge und Tritte notwendig ist.

Brasilianisches Jiu Jitsu

Die Sportart wird auch BJJ genannt und besteht aus Techniken des Judos und des Jiu-Jitsu. Viele Würfe und Schläge des Jiu-Jitsu wurden verändert, die Hebelwirkung des Körpers wurde sich zunutze gemacht, um weniger Kraftanstrengung dafür mehr Technik zu verwenden. Die Folge daraus ist, dass auch körperlich zarter gebaute Menschen die verschiedenen Schläge, Würfe und Tritte erfolgreich meistern können. Der Sport gliedert sich in zwei Teile: Kampf im Stehen und anschließendes Ringen am Boden, bei dem ein Sieger herausgeht oder nach Punkten entschieden wird, wer den Kampf gewonnen hat. Brasilianisches Jiu Jitsu ist hauptsächlich für den Nahkampf ausgerichtet und deshalb optimal als Sport für die Selbstverteidigung. Bei körperlicher Belästigung oder einer anderen ausweglosen Situation kann man sich notfalls mit BJJ-Techniken wehren – am besten mit Würgegriffen.

Boxen

Der Klassiker unter den Kampfsportarten. Obwohl Boxen nur die Fäuste als schlagende Körperteile zulässt, ist Boxen als Selbstverteidigung nicht zu unterschätzen. Nicht nur, dass die Handmuskulatur gestärkt wird und im Ernstfall zur Selbstbefreiung beitragen kann, der Sport zeigt auch die Schwachstellen des menschlichen Körpers auf. Beispielsweise kann in einer Notsituation ein gezielter Schlag auf die Schläfe einen Angreifer ausschalten – auch wenn der Schlag von einer weniger starken Person kommt.

Mixed Martial Arts

Die „MMA“-Kämpfe unter anderem mit dem Star-Athleten Connor McGregor kennen viele, die Zusammensetzung der MMA (Mixed Martial Arts)-Techniken allerdings weniger. Die Disziplin ist eine Mischung aus verschiedenen Kampfstilen, darunter Taekwondo, Thaiboxen, Brasilianisches Jiu Jitsu und Judo. Athleten kämpfen dabei mit den effizientesten und wirkungsvollsten Techniken meist nur mit dünnen Handschuhen gegeneinander. Für die Selbstverteidigung sinnvoll ist dabei, dass der Sport Realsituationen sehr nahe kommt, weder Hilfsmittel noch Schutz kommt abgesehen von den relativ dünnen Handschuhen zum Einsatz. Wer Mixed Martial Arts beherrscht, ist für jede Form von physischer Auseinandersetzung ohne Hilfsmittel vorbereitet.

Sollte Selbstverteidigung an unseren Schulen gelehrt werden?

Selbstverteidigung ist ein Schlagwort unserer heutigen Zeit. Medien berichten zunehmend oft von Überfällen und Gewaltattacken auf unseren Straßen, oftmals sogar in Städten die bis jetzt als sicher betrachtet wurden. Unklare Motive und Überfälle am helllichten Tag verstärken sogar dieses Gefühl der Unsicherheit. Immer mehr Frauen und Männer melden sich deshalb bei Selbstverteidigungskursen an, die versprechen Menschen auf physische Gewalt vorzubereiten, damit man sich notfalls verteidigen kann. Wäre es sinnvoll, unseren Kindern Selbstverteidigung auch in der Schule beizubringen? Schließlich sind sie oft nicht nur körperlich Erwachsenen unterlegen, sondern auch die kommende Generation.

Vorbereitet für den Notfall

Ein Pluspunkt ist natürlich, dass Kinder bei einer Selbstverteidigungsausbildung wirklich vorbereitet sind, und im Ernstfall wissen, wie gehandelt werden kann. Beispielsweise kann eine Frau bestimmte, empfindliche Stellen eines Manns treffen, um einer Gefahrensituation unbeschadet zu entfliehen. Gleichzeitig wird auch beigebracht, wie man wenn möglich mit einem potentiellen Gewalttäter sprechen kann, um den Gewaltausbruch noch in letzter Minute abwenden zu können. Sowohl Frauen als auch Männer wären damit selbständiger, unabhängiger und im Ernstfall besser gewappnet.

Gefährliche Techniken

Wie sieht es aber mit den schwarzen Schafen unter den Kindern aus, die nicht nur auf Selbstverteidigungsmaßnahmen mit neu erlernten Kampftechniken aus sind? Problematisch wäre es beispielsweise, wenn bei Schlägereien unter Jugendlichen Techniken zur Anwendung kommen, die eigentlich für die Selbstverteidigung gegenüber einem physisch überlegenem Gegner gedacht sind. Ein Schlag gegen den Solar Plexus, einem empfindlichen Punkt unter der Brust, kann zum Beispiel einer Frau verhelfen, einen Vergewaltiger für einige Sekunden außer Kraft zu setzen. Bei entsprechender Härter kann ein derartiger Schlag auch einen langen Krankenhausaufenthalt mit sich ziehen.

Bei einer großen Schule ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass einige der Schüler ihre erlernten Fähigkeiten auch in Schlägereien zur Anwendung bringen. Allerdings stellt sich auch die Frage, ob sie das nicht auch ohne spezielle Kurse bringen würden. Schließlich gibt es genügend Videos im Internet, die ähnliche Tricks zeigen, gleichzeitig wissen gewalttätige Schüler selbst oft schon Methoden, die Schwachpunkte des Körpers nutzen

Für ein besseres Selbstbewusstsein

Ein Teil der Schüler würde von dem Fach mit Sicherheit profitieren. Viele junge Menschen im Alter von 12 bis 15 sind sehr introvertiert und haben kaum Selbstbewusstsein, geschweige denn ein gutes Selbstwertbild. Selbstverteidigung hilft ein besseres Image von sich selbst zu erlangen und kann Vertrauen in die eigene Person stärken. Personen die von Mobbing betroffen wären, würden durch das Verteidigungstraining mehr Glauben erlangen können.

Angesichts der Lage erwägenswert

Mit Sicherheit ist die derzeitige Lage auf den Straßen in Österreich, Deutschland und der Schweiz nicht besser, als in den Jahrzehnten davor waren. Deshalb lässt es sich in Erwägung ziehen, einen Selbstverteidigungskurs als Unterrichtsfach oder zumindest optionales oder sogar freiwilliges Unterrichtsfach an den Schulen bereitzustellen. Nicht nur, dass es psychische und physische Vorteile hat, das Training zu absolvieren – es kann im Ernstfall entscheidend sein. Gibt es auch nur einige wenige Vorfälle, in denen Gewalttäter gestoppt, oder Verbrechen verhindert werden können, weil man durch einen Selbstverteidigungskurs gewappnet war, halte ich es für sinnvoll. Unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Kinder könnten dadurch besser geschützt sein.